Webinar zu Social Media im April und Tipps zu Social-Media-Kanälen

Constanze
Egal, ob du mehr Spender*innen, Ehrenamtliche oder Reichweite für dein gemeinnütziges Projekt gewinnen möchtest – Social Media kann dir dabei helfen, deine Ziele besser zu erreichen. In diesem Blogpost geben wir dir ein paar Tipps zu den einzelnen Kanälen und wie du dich weiter fortbilden kannst.

Social Media: Strategie und Zielgruppen

Soziale Organisationen, vor allem kleine NGOs, haben oft wenig Ressourcen für Social Media. Deswegen ist es umso wichtiger, die richtigen und passenden Kanäle zu bespielen und nicht überall nur halb präsent zu sein. Um den richtigen Kanal zu wählen, musst du wissen, wo deine Zielgruppe unterwegs ist und welche Ziele du erreichen möchtest.

Suchst du vielleicht nach Groß- oder Unternehmensspenden, dann ist LinkedIn ein guter Kanal, um Informationen zu finden und sich ein Netzwerk aufzubauen. Wenn du junge Ehrenamtliche gewinnen möchtest, dann kannst du z.B. Instagram oder TikTok dafür nutzen. Planst du hingegen Fundraising-Events, dann kann dich Facebook bei der Bewerbung und Organisation unterstützen. Mehr dazu erfährst du in unserem nächsten Webinar!

20.

April
   17:30–19:00
  Webinar

Social-Media-Strategie: richtige Zielgruppen, passende Kanäle

Wen wollen wir auf welchen Kanälen erreichen? Zivilgesellschaftlichen Organisationen, die diese Frage klar beantworten können, geht die Social-Media-Arbeit leichter von der Hand. In diesem Webinar lernt ihr, warum es wichtig ist, eure Aktivitäten auf die richtige Zielgruppe auszurichten und wie ihr eure Zielgruppe am besten definiert. Im zweiten Teil des Webinars geht es darum, aus der Masse an Kanälen die für euch passenden zu wählen und diese stimmig zu bespielen. Anhand von vier klassischen Szenarien erhaltet ihr Tipps zur Weiterentwicklung eurer Kanäle.

Dieses Webinar eignet sich für alle, die die Social-Media-Kanäle von zivilgesellschaftlichen Organisationen bespielen oder die Social-Media-Arbeit unterstützen und ihre Aktivitäten weiterentwickeln oder reflektieren möchten (Anfänger*innen und Fortgeschrittene).

Lernziele:

  • die strategische Bedeutung von Zielgruppen und Kanälen kennen
  • Zielgruppen definieren und kennenlernen
  • die passenden Social-Media-Kanäle identifizieren
  • kanalspezifische Kommunikation entwickeln
  • die nächsten Schritte gestalten

Expertin:

Elisabeth Wirth
Stiftung Bürgermut
Elisabeth Wirth ist seit März 2022 als leitende Redakteurin bei der Stiftung Bürgermut u. a. für die Publikationen, Texte und das jährliche E-Book verantwortlich. Zudem betreut sie die Social-Media-Kanäle der Stiftung und hat mit dem Team von openTransfer in den letzten Monaten eine neue Social-Media-Strategie entwickelt. Vor ihrer Zeit bei Bürgermut war sie u. a. freiberuflich als Autorin und Beraterin an der Schnittstelle von Text/Redaktion und Öffentlichkeitsarbeit tätig und hat Non- Profits und Kulturakteure dabei unterstützt, ihre Geschichten zu heben und zu erzählen. Sie hat Kulturwissenschaften studiert, Beiträge für Zeitungen und Magazine geschrieben und einen Kinderreiseführer durch Berlin veröffentlicht.

Social-Media-Kanäle: Facebook, Instagram, LinkedIn, Twitch, TikTok

Laut einer Statista-Umfrage aus dem Jahr 2022 nutzen 4,9 Milliarden Menschen weltweit das Internet, davon 4,5 Milliarden Social Media. Gemessen an der Nutzerzahl ist Facebook mit knapp 3 Milliarden nach wie vor das beliebteste soziale Netzwerk, aber in Deutschland sinkt die Nutzerschaft über alle Altersgruppen. Besonders bei 16-19-Jährigen schrumpft das Interesse, während Apps wie TikTok bei ihnen auf Platz 4 liegen. Fast 50% der Internetnutzer ab 16 Jahren verwenden in Deutschland Instagram. Hier gibt es eine kleine Einführung zu den wichtigsten Kanälen:
  • Facebook: Texte, Bilder und Videos ermöglichen eine Varianz in den Beiträgen. Das Anlegen, Organisieren und Bewerben von (Online-)Events funktioniert bei Facebook besonders gut. Die Möglichkeit, Posts zu kommentieren, wird von User*innen rege genutzt. Das ist eine gute Chance, mit deiner Zielgruppe in direkte Interaktion zu gehen und eine Community aufzubauen. Der Austausch zwischen den Nutzer*innen ist zudem auch in Gruppen zu verschiedenen Themen und Interessengebieten möglich. Wenn du als gemeinnützige Organisation eine Gruppe zu einem bestimmten Themengebiet hast, kannst du z. B. durch Umfragen oder Diskussionsbeiträge deine Zielgruppe besser kennenlernen und sie an dich binden.

  • Instagram: Bei Instagram dreht sich alles um die visuelle Darstellung durch ansprechende Fotos, unterhaltsame Kurzvideos wie Reels oder persönliche Stories. Die Plattform hat sich mittlerweile zu einem der beliebtesten Kanäle für Marken, Influencer*innen und Kreative entwickelt. Das Netzwerk hat eine sehr hohe Interaktionsrate und der Fokus liegt eher auf Lifestyle-Inhalten und inszenierten Bildern, wobei kurzer Videocontent als Format eine höhere Reichweite erzielt. Aber auch NGOs nutzen das Potenzial, um über ihre Projekte zu informieren, politische Statements zu setzen oder einen Blick hinter die Kulissen zu geben. Du kannst somit persönliche Beziehungen zur Zielgruppe aufbauen bzw. neue Interessent*innen gewinnen.

  • LinkedIn: LinkedIn ist ein Netzwerk für berufliche Kontakte, aber im Gegensatz zu Xing im internationalen Kontext bekannt. Auf der Plattform werden neue Kontakte geknüpft und bestehende gepflegt. Unternehmen und auch NGOs nutzen es für ihr Recruiting, Employer Branding oder der Darstellung der Corporate Social Responsibility. Vor allem Themen zu Management oder Leadership, aktuelle Trends, Fachwissen etc. stehen dabei im Mittelpunkt. Seit dem letzten Jahr finden sich aber auch immer mehr persönliche Geschichten und Anliegen im Feed wieder. Bilder sind hier ebenfalls ein Erfolgsfaktor, aber auch Zitate, Statements, Visualisierungen und Infografiken funktionieren gut. Vielleicht ist es auch für dich eine neue Möglichkeit, Kontakt zu potenziellen Groß- oder Unternehmensspender*innen aufzubauen?

  • Twitch: Bei dieser Plattform geht es um interaktives Lifestreaming mit Inhalten zu Games, Entertainment, Sport, Musik und mehr. Besonders beliebt sind unter den User*innen dabei Videospiele, die live mitverfolgt werden können. Gamer*innen veranstalten Charitystreams und erzeugen mit dieser Art von Fundraising-Event Aufmerksamkeit für soziale Projekte, schaffen zusätzliche Spendenanlässe und erreichen neue Zielgruppen. Ein Beispiel ist Friendly Fire, die bereits zum 7. Mal erfolgreich mit Charity-Streaming-Tools von betterplace.org Spenden für verschiedene soziale Projekte gesammelt haben – und zwar mehr als eine Millionen Euro! Ein großer Vorteil bei der Nutzung von Twitch ist, dass sich User*innen nicht anmelden müssen, sondern die Videos ganz einfach zugänglich sind. Über den Live-Chat gibt es zudem die Option, sich direkt auszutauschen und zu vernetzen.

  • TikTok: Die Nutzer*innen der App sind sehr jung, die meisten zwischen 14-24 Jahre und TikTok bietet ihnen vor allem Spaß und lustige, kurzweilige Videos zur Unterhaltung und zum Infotainment. TikTok eignet sich daher für alle gemeinnützigen Organisationen mit einer jungen Zielgruppe. Es geht vor allem um kreative und unterhaltsame Inhalte wie humorvolle Sketche, lustige Tänze oder DIY-Videos. Eine Möglichkeit, um den Content noch ansprechender zu gestalten, ist die Verwendung von Musik oder Soundeffekten, die gerade im Trend sind. Aber auch Themen wie Rassismus erhalten in Videos wie von den Datteltätern Platz und Aufmerksamkeit.

Tipps für Social Media Content, der funktioniert

Max Kowalewski, SOCIAL SOCIAL
Welcher Content und welches Format beliebt sind, hängt immer auch von dem Kanal und der Zielgruppe ab. Allgemein erhöhen Videos und Bilder oftmals die Aufmerksamkeit der Nutzer*innen und der Algorithmus schenkt diesen Beiträgen mehr Reichweite.

Max Kowalewski von SOCIAL SOCIAL hat für gemeinnützige Organisationen ein paar Tipps, welcher Content auf Social Media gut funktioniert und welcher nicht. Vor allem visuelles Storytelling und authentische Bilder sind wichtig. Graphische Kleinteiligkeit und Gruppenbilder sind meistens keine gute Wahl. Stattdessen sollten lieber Portraits und eine eindeutige Botschaft verwendet werden. Für mehr Tipps folgt uns auf unserem Instagram-Kanal!

Kostenfreie Online-Kurse zu Social Media

Wenn du noch Anfänger*in im Bereich Social Media bist, dann empfehlen wir dir unseren Online-Kurs Social Media: ein Überblick. Hier findest du Tipps zu Kanälen wie Facebook, Instagram, YouTube und Twitter. Diana Doko von dem Verein „Freunde fürs Leben e.V.” sowie Philipp Stakenborg und Stephanie Keilholz von der Agentur „Das Gute Ruft” geben dir eine Einführung und eine Übersicht – auch zu sozialen Netzwerken wie Mastodon, das seit der Übernahme von Twitter durch Elon Musk erneut an Bedeutung gewonnen hat.

Der Kurs Instagram in der Praxis mit Viva con Agua e.V. widmet sich explizit den Möglichkeiten und Formaten von Instagram wie Reels, Stories etc. Auch hier bekommst du einen Überblick und praxisnahe Tipps, welches Format wie funktioniert.
30 Min

Instagram in der Praxis

Wann ist Instagram sinnvoll? Welche Formate gibt es und was brauche ich dafür?
  Micha Gab, Viva con Agua e. V.
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